Meine 9 Albanien Highlights: Darum rockt der Balkan!

(Werbung*) Die Länder auf dem Balkan eignen sich hervorragend für einen Roadtrip. Insbesondere Reisende, die gern individuell, selbst geplant und ausgestattet mit einer Prise Abenteuerlust ihren Urlaub verbringen wollen, werden auf der Balkanhalbinsel auf ihre Kosten kommen. Nachdem ich bereits 2015 Kroatien per Roadtrip erkundet hatte, zog es mich 2017 erneut nach Südosteuropa. Ein Roadtrip durch Montenegro war die Folge. Und seitdem lässt mich der Balkan mit seiner spannenden Kultur und seiner vielfältigen Natur mit atemberaubenden Landschaften nicht mehr los.

 

Daher ging es für mich im Oktober 2018 wieder auf den Balkan, dieses Mal stand ein 12-tägiger Roadtrip durch Albanien an. Albanien ist im Gegensatz zu Kroatien und Montenegro in weiten Teilen des Landes noch nicht so touristisch. Daher lässt sich Albanien noch sehr ursprünglich entdecken. Ein Roadtrip durch Albanien ist damit an sich schon ein Highlight

 

Roadtrip Albanien 9 Highlights

 

Aber natürlich stechen auch einzelne Orte und Sehenswürdigkeiten in Albanien heraus. Daher habe ich für euch einmal meine 9 persönlichen Highlights für Albanien ausgewählt und aufgeschrieben.

 

Wenn ihr nach dem Lesen dieses Artikels richtig Bock auf einen Roadtrip durch Albanien bekommen habt, euch aber noch grundlegende Informationen zu Albanien fehlen oder euch eine mögliche Route für einen Roadtrip durch Albanien interessiert, dann verweise ich euch gern auf meine beiden anderen Albanien-Blogposts:



Mein 1. Albanien Highlight: Die Stadt Berat

UNESCO Weltkulturerbestätten in Albanien? Ja klar, und nicht nur eine. Aber die beste, schönste und eindrucksvollste ist in Berat. Das ist zumindest meine Meinung. Berat liegt recht zentral in Albanien, rund 100 km südlich von der Hauptstadt Tirana.

 

Berat ist UNESCO Weltkulturerbe aufgrund der unzähligen typischen historischen weißen Häuser. Diese stammen noch aus der ottomanischen Zeit in Albanien. Im Jahr 1961 wurde Berat daher zur Museumsstadt ernannt und dann, in 2008, wurde die Altstadt Berats in die Liste der UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen. In drei Stadtteilen Berats (Gorica, Mangalem und Kalaja) stehen diese unverwechselbaren Häuser mit den vielen Fenstern - daher wird Berat auch die "Stadt der 1000 Fenster" genannt. Seitdem wird diese Sehenswürdigkeit geschützt und selbst Neubauten sind in diesen Stadtteilen verboten, um das historische Stadtbild für die Nachwelt zu bewahren.

 

 

Ich habe während meines Roadtrips durch Albanien einen Tag in dieser atmosphärisch einzigartigen Stadt verbracht und wollte eigentlich gar nicht wieder los. Berat hat mich einfach ab Minute 1 fasziniert. Zuerst ging es für einen Spaziergang durch die Altstadt im Stadtteil Mangalem und dem auf der gegenüberliegenden Flussseite liegendem Stadtteil Gorica. Von dieser Uferseite des Flusses Osum hat man den besten Blick auf die typischen weißen Häuser in ihrer ganzen Pracht. 

 

 

Während des Rundgangs durch Mangalem habe ich noch bei Gina selbstgemachte Marmelade und Öl gekauft. Ich kann kein Albanisch, Gina kein Englisch - aber das macht gar nichts, mit Händen und Füßen hat die Verständigung hervorragend funktioniert. Und dass von Einheimischen selbst gemachte Köstlichkeiten einfach nur lecker schmecken, muss man ja eigentlich nicht erwähnen.

 

 

Für einen Blick über Berat und bis zum Berg Timor geht es steil die Rruga Mihal Komnena zur Bergfestung bergauf. Nach rund 20 Minuten ist der Aufstieg geschafft und man wird mit einem herrlichen Ausblick belohnt. Ich war am frühen Abend dort oben, gerade rechtzeitig zum Sonnenuntergang. Um diesen zu genießen, haltet ihr euch am besten nach dem Eingang zur Burg links und geht den Weg bis zum Ende. Dort befindet sich dann eine kleine Aussichtsplattform, von der man Berat und den Berg Timor am besten sehen kann.

 

Restaurant Tipp für Berat: Restaurant Onufri

Typisch Albanisch - zu einem fairen Preis-Leistungsverhältnis - kann man im Restaurant Onufri speisen. Am besten bestellt man einmal die Speisekarte rauf und runter. So habe ich es zumindest gemacht, denn ich konnte mich den Abend nicht entscheiden, welche albanische Köstlichkeit ich essen wollte. Dazu noch einen leckeren albanischen Rotwein und fertig war das perfekte albanische Abendessen in einem typischen albanischen Ambiente.

 

Hotel Tipp für Berat: Hotel Rezidenca Desaret

Berat ist eine kleine, überschaubare Stadt. Dennoch gibt es eine Vielzahl an Hotels und Unterkunftsmöglichkeiten dort. Mein Tipp: Bei der Hotelbuchung drauf achten, dass man auch vom Zimmer aus, die markante Altstadt Berats sehen kann. Ich konnte abends vom Hotelbalkon aus für ein paar Stunden die beleuchtete Altstadt genießen. Das hat dem Besuch in Berat das bekannte Tüpfelchen auf dem i beschert.

 

Insider Tipp für Berat: Im Laden "Kafe" vorbeischauen

Guten Kaffee gibt es überall in Albanien. Daher möchte man sich gern davon etwas für zu Hause mitnehmen. So ging es mir zumindest. In Berat gibt es einen ganz kleinen - eher unscheinbaren - Laden an der Hauptstraße, gegenüber vom Postamt. Dort werden die Bohnen frisch vor den Augen der Kunden gemahlen. Und zwar in so richtig urigen Maschinen. Abgepackt wird der Kaffee in 100g-Packungen, die umgerechnet knapp 1 Euro kosten. Ein klasse Souvenir für alle Kaffee-Liebhaber. 

 

Mein 2. Albanien Highlight: Das Blue Eye

Das Blue Eye liegt zwischen Gjirokastra und Saranda im Süden von Albanien. Da es zu einem Naturreservat gehört, muss man in diesem Fall Eintritt bezahlen, um auf das Areal fahren zu dürfen. Für zwei Personen und ein Auto bezahlt man 200 Lek (ca. 1,60€). Aber was ist das Blue Eye - auf albanisch heißt es 'Syri i Kalter' - überhaupt?

 

Das Blue Eye ist ein kleines Naturschauspiel. Die Karstquelle ist nicht besonders groß, dennoch bietet sich dort ein einmaliges Schauspiel. Durch die Sonneneinstrahlung schimmert diese Quelle in den verschiedensten Blau- und Türkistönen. Ein Anblick, an dem man sich kaum satt sehen kann, so ging es zumindest mir. 

 

Das Blue Eye ist sehr idyllisch gelegen. Am besten nimmt man sich ein bisschen Zeit, um das Blue Eye und seine Natur drumherum genießen zu können. Es gibt dort auch ein kleines Restaurant direkt am Wasser. Parkplätze stehen dort auch zur Verfügung. Die Straße ab Eintritt in dieses Naturreservat ist nicht mehr asphaltiert, aber die Schotterpiste lässt sich dennoch gut befahren.

 

Mein 3. Albanien Highlight: Wandern im Longarica Canyon

Der Longarica Canyon ist der perfekte Platz in Albanien, um einen Tag (bzw. auch nur ein paar Stunden) in der Natur zu verbringen. Unweit von Përmet liegt der Canyon, den man vor allem in den Sommermonaten kilometerlang bewandern kann. Da ich im Oktober dort war, floss schon wieder ein wenig Wasser durch den Canyon, so dass eine Wanderung über Stock und Stein bis tief in den Canyon hinein nicht möglich war. 

 

Aber nicht nur der Canyon ist einen Besuch wert, es gibt auch zwei weitere Highlights dort zu entdecken. Zum einen steht am Anfang des Longarica Canyons eine alte Steinbrücke aus der osmanischen Zeit. Zum anderen befinden sich direkt nebenan heiße schwefelhaltige Thermalquellen, in denen man ganzjährig baden kann. Ich hab dies allerdings nicht ausprobiert, da es während meines Besuchs im Oktober noch sommerlich warm war und ich bei 30° Außentemperatur schon genug geschwitzt habe.

 

Für die warmen Monate, in den man den Longarica Canyon besucht, gibt es entlang der Wanderung durch den Canyon kleine Pools am Wegesrand. In diesen ist das Wasser kalt und somit perfekt für eine Abkühlung geeignet.

 

Mein 4. Albanien Highlight: Fährfahrt auf dem Koman Stausee

Stauseen gibt es eine Menge in Albanien. Und die sind, wie auch in Montenegro (checkt dazu gern meinen 9 Highlights in Montenegro-Blogpost), wirklich schön und idyllisch. Stauseen in Albanien sind kein "Schandfleck" mitten in der Natur. Sie scheinen viel mehr in die Natur eingebunden zu sein. Wenn man es nicht besser wüsste, dann würden man annehmen, dass diese Seen gar nicht künstlich angelegt wurden.

 

Der Koman Stausee liegt im Norden von Albanien, in der Nähe des Valbona Tals. Dieser Stausee ist nicht nur wirklich ruhig und idyllisch gelegen, sondern er lässt sich auch mit einer Fähre befahren. Die Berisha Fähre schippert zwischen den Orten Koman und Fierza hin und her. Für diese Strecke benötigen die Fähre ca. zwei Stunden. 

 

Schippern kann man dabei auch wörtlich nehmen. Die Fähre tuckert nämlich in einem wirklich gemächlichen Tempo über den Koman Stausee, der meist von hohen Felswänden umgeben ist. Wer also Natur pur in Albanien erleben möchte und dabei die Stille (bis auf das stetige Tuckern des Motors) genießen möchte, der sollte sich dieses Erlebnis nicht entgehen lassen. 

 

Mein 5. Albanien Highlight: Fierza Stausee

Wenn wir schon beim Thema 'Stausee' sind, dann geht's gleich weiter mit dem zweiten Stausee in Albanien, der zu meinen Highlights in diesem Balkanland gehört: der Fierza Stausee. Dieser Stausee liegt ebenfalls im nördlichen Teil Albaniens, ist allerdings näher an der Hauptstadt Tirana gelegen. 

 

Der Fierza Stausee ist nicht, wie der Koman Stausee, direkt von hohen Bergen umgeben, sondern relativ "frei liegend". Das heißt, man kann diesen Stausee sehr gut mit dem Auto erreichen und zu Teilen auch an ihm entlang fahren. Neben dem wunderschönen Blick über den Stausee mit Bergen im Hintergrund, macht der Fakt, dass am Fierza Stausee in der Stadt Kukës eine der schönsten Panoramastraßen Albaniens beginnt, dieses Highlight aus. 

 

 

Die Panoramastraße SH23 startet in Kukës und führt für einige Kilometer an der nördlichen Seite des Fierza Stausees entlang, bevor die Straße ins Hinterland Albaniens abzweigt. Der weitere Weg auf der SH23 bis nach Bajram Curr ist mein persönlicher Geheimtipp für einen Roadtrip in Albanien. Man ist stundenlang in atemberaubender und meist unberührter Natur unterwegs. 

 

REISEFÜHRER TIPP
Auf meinen Reisen habe ich immer einen Reiseführer des Reise Know How-Verlags dabei, da dieser Reiseführer insbesondere für individuell Reisende, die gern per Roadtrip ein Land erkunden, perfekt ist. Über diesen Link könnt ihr den Albanien-Reiseführer direkt bei Amazon bestellen.*


Mein 6. Albanien Highlight: Llogara Pass

Die knapp 400 Kilometer lange Küste Albanien ist an sich schon ein Highlight. Aber ein besonderes Highlight an der Küste ist der Llogara Pass. Dieser führt einen, grob gesagt zwischen den Städten Saranda und Vlora, auf rund 1000m über n.N.! Da man sich auf dieser Passstraße direkt an der Küste befindet, kann man von dort oben unendlich weit die Küste entlang und aufs Meer schauen. Sollte einen dieser Ausblick langweilen (was ich nicht glaube), dann dreht man sich einfach um 180° und blickt direkt auf das imposante Bergmassiv des Mount Çika.

 

Auf der Passhöhe gibt es auch eine Aussichtsplattform. Dort ist ausreichen Platz zum Parken, um ganz in Ruhe diese einmalige Aussicht genießen zu können. Und vielleicht habt ihr das gleiche Glück wie ich und seht ein paar Gleitschirmflieger vom Pass aus Richtung offenes Meer fliegen. 

 

Mein 7. Albanien Highlight: Valbona Tal

Das Valbona Tal liegt ganz im Norden von Albanien. Am besten erreicht man es über die SH23 und Bajram Curr. Diese Kleinstadt ist als das Tor zum Valbona Tal bekannt. Auf der Straße Rruga Azem Hajdari geht es dann von Bajram Curr tief ins Tal hinein. Endpunkt ist auf dieser Strecke der kleine malerische Ort Valbona. 

 

Anfangs ist das Tal eng und die Berge türmen sich rechts und links der Straße steil empor. Je weiter man ins Valbona Tal hineinfährt, desto mehr weitet es sich. Auf dem Weg bis nach Valbona kommt man an einigen kleinen Dörfern vorbei. Das Valbona Tal ist vor allem für Wander- und Outdoorbegeisterte ein wahres Eldorado. 

 

Im Herbst, als ich in Albanien unterwegs war, hatte der Fluss Valbona zum Teil kaum Wasser. So konnte ich auch ein wenig durch das ausgetrocknete Flussbett spazieren. Was mir außerdem aufgefallen ist? Es wird auch dort - wie vielerorts in Albanien - in den Tourismus investiert und neue Unterkünfte gebaut. Gut möglich, dass das Valbona Tal in ein paar Jahren nicht mehr ganz so idyllisch und menschenleer sein wird.

 

Mein 8. Albanien Highlight: Weinverkostung

Ja, auch Wein wird in Albanien angebaut. Und gar kein schlechter. Zumindest hat er mir sehr gut geschmeckt. Daher empfehle ich jedem Albanien-Urlauber landestypischen Wein zu trinken oder gar eine Weinverkostung vor Ort zu machen. Eine Weinprobe, wie wir sie kennen, wird das aber nicht werden. Aber dafür wird euch dieses Erlebnis in ewiger positiver Erinnerung bleiben.

 

Es gibt in Albanien einige kleine Familienbetriebe, die ihren Wein selbst anbauen und produzieren. Ich empfehle euch daher, genau in so einem Familienbetrieb eine Weinverkostung zu machen. Ein Geheimtipp meinerseits ist daher die Kantina Bejko. Diese Weinkellerei liegt etwas unscheinbar einige Kilometer von der Stadt Përmet entfernt. 

 

Anmelden muss man sich zu einer Weinverkostung in der Kantina Bejko nicht, man fährt einfach vorbei und dann wird improvisiert. Albaner improvisieren generell gerne. Zum Probieren des Weins nimmt man direkt in der Produktionsstätte auf einem alten Sofa Platz. Schon allein wegen dieses Ambientes lohnt sich ein Besuch dieser Weinkellerei. 

 

 

Sowohl der Weiß- als auch der Rotwein schmecken sehr gut. Und nach einer halben Stunden Weinverkostung ist es auch gar kein Problem mehr, dass ich weder Albanisch noch die Besitzer Englisch reden. Hände, Füße, Stift, Papier und ein paar Brocken Italienisch reichen völlig aus, um sich zu verständigen. Dieses Erlebnis albanischer Kultur und Gastfreundschaft vergisst keiner so schnell.

 

Dass ein paar Weinflaschen gekauft werden und direkt ins Gepäck nach Deutschland wandern, muss ich nicht wirklich erwähnen, oder?

 

Mein 9. Albanien Highlight: Panoramastraßen in Albanien

Albanien lässt sich hervorragend per Auto erkunden. Es gibt ein paar Straßen, die man aufgrund der Straßenverhältnisse meiden sollte, aber die meisten Straßen lassen sich gut bis sehr gut befahren.

 

Und einige dieser Straßen sind landschaftlich so schön gelegen, dass man sie besten Gewissens als Panoramastraßen titulieren kann. Zu den Panoramastraßen in Albanien zählen:

  • SH23 von Kukës nach Bajram Curr
  • SH8 entlang der Küste von Saranda nach Vlora
  • SH75 von Tepelene nach Çarshove
  • SH78 von Jorgucat nach Muzine

Die SH23 führt dabei am Fierza Stausee vorbei. Auf der SH8 passiert man den Llongara Pass. Wenn man nach Përmet und zur Kantina Bejko will, nimmt man die SH75. Und die SH78 bringt einen zum Blue Eye. Wie ihr seht, sind die Panoramastraßen auch mit einigen meiner 9 Highlights verbunden.

 

WEITERE INSPIRATIONEN & INSPIRATIONEN ZU ALBANIEN

Bei Matthias von Travel-Telling findet ihr noch mehr Infos zu Albanien. Er war nämlich selbst schon dort und hat u.a. 7 andere Reiseblogger nach ihren Highlights in Albanien gefragt.


Offenlegung: Dieser Beitrag enthält Werbung für den Reiseführer des Reise Know How Verlags, der mir kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Wie immer gebe ich in diesem Zusammenhang meine persönliche und ehrliche Meinung wieder.

 

* Hinweis: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wenn ihr über diesen Link etwas kauft, dann bekomme ich eine kleine Provision. Für euch entstehen keine Mehrkosten. Ich empfehle euch auch nur Dinge weiter, hinter denen ich voll und ganz stehe und daher kann ich diese Tipps mit guten Gewissen an euch weitergeben.


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