Raus aus der Stadt: Ausflüge in Hannover zu grünen Oasen

(Werbung) Hannover, die Landeshauptstadt von Niedersachsen, ist ein echter Geheimtipp, wenn es um eine Städtereise in Deutschland geht. Viele haben die Stadt an Ihme und Leine nicht auf dem (Reise-)Zettel, dabei hat Hannover eine Menge zu bieten. Und damit meine ich nicht die allseits bekannten Sehenswürdigkeiten, wie z.B. die Herrenhäuser Gärten, das Welfenschloss Marienburg, den Stadtwald Eilenriede oder den Maschsee, sondern viel mehr die eher unentdeckten und weniger bekannten Ecken der etwas mehr als 500.000 Einwohner zählenden Stadt. Nicht zu groß und nicht zu klein - genau richtig für einen Städtetrip innerhalb Deutschlands.

Hannover Ausflüge
Eine Radtour durch zu den grünen Oasen Hannovers

 

Ihr habt Lust auf eine Städtereise in eine so genannte #secondcity in Deutschland? Dann möchte ich euch Hannover wärmstens ans Herz legen. Ich bin davon überzeugt, ihr werdet - genauso wie ich - davon überrascht sein, wie vielfältig Hannover ist. Ihr werdet nicht enttäuscht, denn in Hannover lauern so einige unerwartete Highlights hinter jeder Ecke. Und Hannover bietet für jeden Städtereise-Typ etwas: architektonische Highlights, Altstadt mit Fachwerk, beeindruckende Kunst(-Museen), sportliche Attraktionen auf und neben dem Wasser und unzählige grüne Oasen für Naturliebhaber.

 

Hannover ist eine eher unaufgeregte Stadt mit vielen Facetten. Es ist zwar recht viel los - gerade im Sommer bei schönem Wetter - aber die Hannoveraner schaffen es, dabei eine entspannte Gelassenheit an den Tag zu legen. Die rund 50.000 Studenten geben der Leine-Stadt zusätzlich einen jungen, lebendigen Vibe. Gepaart mit den vielen grünen Oasen, die sich über das gesamte Stadtgebiet verteilen, zu einer echt lebenswerten Stadt und einem liebenswerten Reiseziel. 

 

"Grüne Oasen" ist genau das richtige Stichwort. Diese habe ich bei meinem Hannover-Besuch genauer unter die Lupe genommen. Mit meinen "Natur-Tipps" entdeckt ihr Hannover einmal ganz anders und macht ein "grünes" Sightseeing abseits der Touristenpfade.

 

HANNOVER FACT #1
Hannover zählt zu den grünsten Städten Deutschlands. Bei manchen Rankings schafft es die südniedersächsische Stadt sogar an die Spitze der Charts: bei rund 200 Quadratkilometer Stadtfläche liegt der Grünflächenanteil bei 12%. Bei dieser Berechnung - in Bezug auf die Gesamtfläche - ist Hannover sogar die grünste Stadt Deutschlands.



Kombi aus Großstadtflair und attraktiven Naturerlebnissen

Hannover ist eine Großstadt im Grünen. Die Atmosphäre einer großen Metropole sucht man dort vergebens. Hannover ist überschaubar, aber keineswegs langweilig. Nicht ohne Grund zählt Hannover zu den grünsten Städten Deutschlands. Glaubt man den Einwohnern, so ist man von jedem Punkt in Hannover innerhalb von zehn Minuten in der Natur bzw. in einer der vielen beschaulichen grünen Oasen der Stadt.

 

Daher mein Tipp: Schnappt euch für einen Tag ein Fahrrad und macht eine Sightseeing-Erkundungstour der anderen Art. Einfach mal raus aus dem Stadtzentrum und die bekannten Sehenswürdigkeiten links liegen lassen. Wo bitte kann man einen Tag in der Natur verbringen, obwohl man in einer Stadt ist? Probiert es aus, ich zeige euch meinen Routenplan mit ganz vielen Tipps für Stopps!

 

Mit dem Rad zu Hannovers Ausflugszielen im Grünen

Da Hannover mehr als flach ist, ist Rad fahren dort eine wahre Freude. Ein E-Bike braucht ihr nicht zwingend. Ein herkömmliches Fahrrad mit Gangschaltung reicht völlig aus.

 

TIPP FAHRRAD MIETEN
Wenn ihr kein eigenes Fahrrad zur Verfügung habt, dann fragt einmal bei eurem Hotel/eurer Unterkunft nach. Oft bieten diese kostenlos Leihfahrräder an. Wie zum Beispiel auch das me and all-Hotel am Aegidientorplatz, in dem ich übernachtet habe.

 

Bevor ich euch im Detail mit auf meine Route und zu den grünen Highlights der Stadt nehme, kurz die wichtigsten Orte, die ich auf meiner Radtour besucht habe:

  • Maschpark mit Neuem Rathaus
  • Maschsee
  • Ihme/Ihmepark
  • Herrenhäuser Gärten
  • Prinzengarten Welfengarten
  • Nordstadt
  • Mittellandkanal
  • Biergarten "Lister Turm"
  • Stadtwald Eilenriede
  • Stadtpark

TIPP RADTOUR MIT GUIDE
Wenn ihr nicht allein durch Hannover per Fahrrad auf Entdeckungstour gehen wollt, dann bucht euch doch einen Guide. So hab ich es auch gemacht. Das geht ganz einfach über Tourismusinformation in Hannover bzw. auf deren Webseite.

1. Maschpark, Maschsee, Neues Rathaus und Maschsee

Der Start meiner Rad-Tagestour war am Hotel me and all. Los ging es zuerst in den nur wenige Minuten entfernten Maschpark mit Maschteich und dem Neuen Rathaus, dem Wahrzeichen der Stadt Hannover. Diese grüne Oase liegt quasi neben dem allseits bekannten Maschsee, ist aber weniger trubelig und bietet den besten Blick aufs Neue Rathaus. Der Wilhelminische Prachtbau mit der unverkennbaren Kuppel aus Kupfer, das sich eindrucksvoll im Maschteich spiegelt, ist ein Fotomotiv der Extraklasse.

 

FAKTEN NEUES RATHAUS
Das Neue Rathaus wurde 1913 fertiggestellt und steht auf 6.026 Buchenpfählen. Von der Kuppel aus hat man den besten 360° Ausblick über Hannover. Zur Aussichtsplattform in knapp 98 Meter Höhe führt ein weltweit einzigartiger Bogenauszug mit durchsichtigem Bodenfenster.

 

Vorbei am Sprengel-Museum geht's auf direktem Weg zum Maschsee. Bänke am See laden zu einer Pause ein. Eine Runde um den Maschsee lohnt sich auf jeden Fall. Dabei könnt ihr Ruderern und Tretbootfahrern zusehen oder einfach nur dieses beliebte Naherholungsgebiet Mitten in der Stadt genießen. Meine Radtour führt am Nord- und Westufer entlang bis zum Sportleistungszentrum. Über das Wolfgang-Besemer-Ufer geht's zum "Schnellen Graben", der etwas später in die Ihme mündet.

 

FAKTEN MASCHSEE
Kein natürlich See, von Menschenhand zwischen 1934 und 1936 angelegt. Der Maschsee bietet auf fast einem Quadratkilomenter pure Erholung sowohl für Wassersportler als auch Radfahrer, Jogger und Spaziergänger an. Die Runde um den Maschsee ist 6 km lang.

2. An der Ihme entlang bis zu den Herrenhäuser Gärten

Die Ihme ist einer der zwei großen Flüsse Hannovers - neben der Leine. Die Ihme fließt in Nord-Süd-Richtung und mündet im Stadtteil Linden in die Leine. Da sich die Ihme durch die Stadt schlängelt, bietet sich eine Radtour entlang des Flusses an. Der Weg führt direkt am Fluss entlang, man durchquert kleine Parks und kommt an weiteren Wahrzeichen Hannovers vorbei: den "Drei warmen Brüdern" (markante Türme des Heizkraftwerks in Linden, abends sogar bunt beleuchtet) und dem Ihme-Zentrum (Wohn-, Büro- und Einkaufszentrum aus den 1970er Jahren).

 

Ein Stopp auf der Justus-Garten-Brücke ist ein absolutes Muss. Es ist der beste Ort, um den Zusammenfluss von Ihme und Leine zu sehen. Direkt am Zusammenfluss befindet sich auch einer der wenigen Beachclubs der Stadt, das "Strandleben". Die rote Hütte kann man nicht übersehen. Übrigens auch ein schöner Ort, um mit Füßen im Sand den Sonnenuntergang zu genießen.

 

 

Für alle Graffiti- und Streetart-Fans bietet sich an der Ihme auch ein kurzer Stopp an. Dazu überquert ihr die Justus-Garten-Brücke und schließt euer Fahrrad am Kulturzentrum Faust an. Einst die Bettfedernfabrik Werner & Ehlers, bietet dieses Industriekulturdenkmal heute eine Infrastruktur für Kunst, Kultur, Bildung und Soziales. Und dazu gehören auch unzählige Graffitis und Streetart-Kunstwerke. Wenn ihr euch für weitere Kunst dieser Art interessiert, dann empfehle ich euch die fünf Graffiti- und Streetart-Rundgänge der Stadt Hannover.

 

HANNOVER FACT #2
Unbedingt die Augen bei eurer Hannover-Erkundung offen halten. Vielleicht entdeckt ihr dann hin und wieder eine "rote Kirsche" an Hauswänden. Wer hinter dieser Kunstinstallation steckt, ist bis heute nicht geklärt. Quasi der Bansky Hannovers.

 

Nach einer ausgedehnten Tour entlang der Ihme, immer Richtung Norden, führt der Weg über die Dornröschenbrücke (und Leine), um zum nächsten Stopp auf der Radtour zu gelange: den Herrenhäuser Gärten. Es geht dabei durch eine der zahlreichen Schrebergartensiedlungen in Hannover.

 

HANNOVER FACT #3
Im gesamten Stadtgebiet von Hannover gibt es rund 21.000 Schrebergärten auf 1.000 Hektar. Das entspricht knapp 5% des Stadtgebiets. Auch sie tragen somit dazu bei, dass Hannover zu den grünsten Städten Deutschlands gehört.

 

An dieser Stelle der Radtour bietet sich auch wieder eine Rast an. Im Biergarten "Dornröschen" könnt ihr euer kühles Getränk mit Blick direkt auf die ruhig daher fließende Leine genießen.

 

Vom Radweg geht es scharf rechts ab (Am Großen Garten), um zum Sightseeing-Highlight Herrenhäuser Gärten zu gelangen. Auf diesem Weg pirscht ihr euch quasi von hinten an die Parkanlage heran und könnt bereits die ersten Blicke auf die imposanten Gartenanlagen erhaschen. Euer Fahrrad könnt ihr am Eingang, der sich an der Nordseite befindet, anschließen. Der Eintritt zum Großen Garten und dem Berggarten kostet 8 Euro (in der Wintersaison 6 Euro). Zum Herrenhäuser Gärten-Ensemble gehören auch der Georgengarten und der Welfengarten. Diese sind frei zugänglich und kosten keinen Eintritt.

3. Herrenhäuser Gärten: Barocke Gartenkunst at its best

Für den Besuch der Herrenhäuser Gärten plant ihr am besten ein paar Stunden ein. Allein der Große Garten hat eine Fläche von 50,2 Hektar (905 m × 555 m). Ingesamt haben die Herrenhäuser Gärten eine Größe von 1,5 km². Entstanden ist das beeindruckende Gartenensemble ab dem 17. Jahrhundert. Prunkstück ist ohne Frage der Große Garten. Diesen verdankt Hannover der Kurfürstin Sophie von der Pfalz. Sie ließ Ende des 17. Jahrhunderts den Garten nach französischem Vorbild - inspiriert vom Sonnenkönig Ludwig XIV. - anlegen. Ihr Lebenswerk zählt noch heute zu den bedeutendsten Barockgärten Europas. 

 

 

Ein Spaziergang durch den Großen Garten ist herrlich zum Füße vertreten nach dem ersten Teil der Radtour. Es gibt dort vieles zu entdecken:

  • von Niki de Saint Phalle gestaltete Grotte
  • Nachbau des Schloss Herrenhausen
  • Orangerie
  • Gartentheater
  • Große Fontäne (bis 70 Meter hoch)
  • Irrgarten
  • Rokokogarten

FAKT HERRENHÄUSER GÄRTEN
In der Mitte des Großen Gartens befindet sich die Sophie von Hannover-Statue. Erzählungen nach steht diese an dem Ort, wo Sophie während eines Spaziergangs gestorben sein soll.

 

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite vom Großen Garten befindet sich er Eingang zum Berggarten. Dies ist ein botanischer Schaugarten mit rund 12.000 verschiedenen Pflanzenarten und zahlreichen Schauhäusern (u.a. Kakteen). Dort steht auch ein Mausoleum, in dem Kurfürstin Sophie von Hannover und ihr Ehemann, Ernst August von Braunschweig-Calenberg, begraben liegen. Wer jetzt denkt, der blumige Berggarten sei nur in dem Sommermonaten einen Besuch wert, der täuscht sich. Das Faszinierende ist hier, dass dort 365 Tage im Jahr Blumen und Planzen blühen.

 

Berggarten Mausoelum
Das Mausoleum im Berggarten

 

Vom Großen Garten und Berggarten geht es mit dem Fahrrad die Herrenhäuser Allee entlang. Diese ist 2 km lang und führt am Georgengarten vorbei bis zum Königsworther Platz. Etwa auf halber Strecke befindet sich das Hauptgebäude der Leibniz-Universität und direkt dahinter die nächste grüne Oase Hannovers: der Welfengarten. Hier tummeln sich meist Studenten und er ist der am wenigsten beeindruckendste Garten des Herrenhäuser Garten-Ensembles.

 

LESETIPP
Noch mehr Tipps zu Sehenswürdigkeiten in Hannover könnt ihr auf Crappy Radio Stations, dem Blog von Imke erfahren.

4. Nordstadt mit zwei Café-Tipps

Ohne Pause geht es weiter zur nächsten grünen Oase Hannovers. An die Herrenhäuser Gärten grenzt der Stadtteil Nordstadt. Ebenfalls grün und naturnah. Es tummeln sich dort überwiegend Studierende, junge Familien, Urgesteine und Unikate. Das Lebensgefühl ist entspannt, tolerant und friedlich. Diesen Vibe spürt man vor allem auf dem Engelbosteler Damm. Denn der "E-Damm" ist bekannt für seine zahlreichen Cafés und kleinen Restaurants. Wer Fan von regionaler und gesunder Küche ist, der ist auf dem E-Damm genau richtig.

 

Für einen Mittagssnack empfehle ich euch das Café lieb.es auf dem E-Damm. Auf der Speisekarte findet ihr ausschließlich ein regionales, hausgemachtes Speise- und Getränkeangebot, immer frisch zubereitet. Seit 2017 begrüßt das lieb.es seine Gäste in heimeliger Wohnzimmer-Atmosphäre mit Sofas, Sesseln und Retro-Stehlampen. Man kann es dort auf jeden Fall auch länger aushalten als nur für einen kurzen Stopp auf der Fahrradtour.

 

 

Ein weiterer Hot Spot auf dem E-Damm ist das 24grad Café, das zeitgleich auch eine bekannte und sehr beliebte Kaffeerösterei ist. Viele Hannoveraner nehmen lange Anfahrtswege wegen dieses Kaffees in Kauf. Es soll der beste der Stadt sein!

5. Vom Mittellandkanal bis in die List

Von der Nordstadt und dem belebten Engelbosteler Damm geht mit strammen Pedaltritten zur nächsten Sehenswürdigkeit in der Natur: dem Mittellandkanal. Dazu durchquert man den Stadtteil Vahrenwald, mit der kleinen grünen Oase Vahrenwalder Park und ist nach wenigen Minuten auf der Tannenbergallee, die zum Yachthafen Hannover am Mittellandkanal führt. 

 

FAKTEN MITTELLANDKANAL
Der Mittellandkanal ist 325,3 km lang und damit die längste künstlich angelegte Wasserstraße Deutschlands. Er dient als Verbindung zwischen dem Dortmund-Ems-Kanal und der Weser, Elbe und dem Elbe-Havel-Kanal. Begonnen wurde mit dem Bau 1906.

 

Für eine Weile bin ich direkt neben dem Mittellandkanal gen Osten entlang geradelt. Das geht ganz prima und wenn ihr Glück habt, passiert euch auch das ein oder andere Schiff auf Augenhöhe.

 

 

An der Noltemeyerbrücke kann man auf die Podbielskistraße abbiegen und findet sich augenblicklich im Stadtleben wieder. Parallel zu dieser Hauptverkehrsstraße erstreckt sich die Eilenriede, der Stadtwald von Hannover. Ihr befindet euch nun in der List.

 

TIPP MITTELLANDKANAL/EILENRIEDE
Zwischen dem Mittellandkanal und der Eilenriede befindet sich das Areal der ehemaligen Pelikan-Fabrik. Wer kennt sie nicht, die Stifte dieser Marke?

6. Stadtwald Eilenriede und Stadtpark

Der Stadtwald Eilenriede ist fast doppelt so groß wie der Central Park in New York. Also nicht wirklich in ein paar Minuten zu entdecken und zu durchqueren. Aber in Sommermonaten findet ihr dort ein schattiges Plätzchen, was bei einer Fahrradtour ja nicht das Schlechteste ist.

 

Für eine Pause vom Radeln könnt ihr es euch im Lister Turm Biergarten gemütlich machen. Biergärten sind in Hannover sowieso so eine Sache. Da staunen nicht nur die Münchener schlecht, dass ihnen eine norddeutsche Stadt Konkurrenz macht. Hannover hat eine lange und reiche Biergartentradition. Daher könnt ihr fast an jeder Straßenecke bayrisches Lebensgefühl à la Norddeutschland genießen.

 

 

Nach der Eilenriede wartet noch der Stadtpark. Dazu geht es am Zoo Hannover vorbei bis zum HCC Hannover Congress Centrum. Direkt hinter dem markanten Kuppelsaal beginnt der Stadtpark, eine oft vergessene grüne Stadtoase. Angelegt wurde der Park zur 1. Bundesgartenschau der Nachkriegszeit im Jahr 1951. Wer Ruhe im Grünen und das nah des Stadtzentrums sucht, der ist im Stadtpark genau richtig. Der perfekte Schlusspunkt für eine Tagesradtour durch die grünen Oasen Hannovers!

 

MEIN RADTOUR FAZIT
Grün und bunt. So ist Hannover. Und genau so könnte man auch meine Radtour durch Hannover betiteln. Auf dieser habe ich sowohl Abstecher zu den grünen Oasen Hannovers gemacht als auch bunten Stadtteilen einen Besuch abgestattet. Nach der zweirädrigen Tagestour war mir klar, warum Hannoveraner ihre Stadt so sehr in ihr Herz geschlossen haben. Denn so unspektakulär und langweilig Hannover auf den ersten Blick scheint, auf den zweiten Blick ist die Landeshauptstadt Niedersachsens vielfältig in jeglicher Hinsicht und unverwechselbar in ihrem Charme.

Zwei grüne Ausflugsziele außerhalb Hannovers

Nicht nur in der Stadt Hannover selbst gibt es unzählige grüne Flächen und Oasen, sondern auch außerhalb, in den angrenzenden Städten/Orten. Ich stellen euch zwei davon näher vor.

Der Moorerlebnispfad in Resse

Rund eine halbe Stunde nordwestlich von Hannover liegt der Moorerlebnispfad bei Resse in der Wedemark. Es ist aber nicht das einzige Moorgebiet, das in der Region Hannover zu finden ist. Nordhannover beheimatet noch weitere dieser faszinierenden Biotope, die als Kohlenstoffspeicher entscheidend für den Klimaschutz sind - viel wertvoller als jeder Wald übrigens.

 

MOOR FAKTEN FÜR HANNOVER
Sieben Moore gibt es in der Region Nordhannover. Alle davon sind über die Norhannoversche Moorroute verbunden und auf vier Etappen zu erreichen. Anfang und Ende der Route lassen sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen. Das perfekte Ausflugsziel für eine ausgedehnte Fahrradtour im Grünen.

 

Der Moorerlebnispfad in Resse, mit angrenzendem Moorinformationszentrum MooriZ, ist ein Ausflugsziel für die ganze Familie. Im MooriZ (Altes Dorf 1, 30900 Wedemark; Mi - So 11 bis 17 Uhr) lässt sich spielerisch, interaktiv und multimedial alles über Moore erfahren. Ganz klar, nach so viel Moor-Informationen möchte man ein Moor auch hautnah selbst erfahren. Dazu geht's einfach ein paar Meter weiter auf den Moorerlebnispfad. Falls ihr mit dem Auto anreist, steht euch ein kostenloser Parkplatz (Osterbergstraße 38, 30900 Wedemark) zur Verfügung. Wenn ihr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs seid, fahrt ihr mit dem Bus bis zur Haltestelle "Osterbergstraße". Von dort sind es nochmal rund 900m zu Fuß bis zum Start des Moorelebnispfads.

 

 

Ihr könnt zwischen einer 1 km oder 2 km langen Runde wählen. Der Weg auf dem Moorpfad legt ihr zum einen auf Holzstegen als auch auf natürlichem Untergrund zurück. In regelmäßigen Abständen findet ihr Erklärtafeln, um so noch mehr über das Moor und die vorzufindende Flora und Fauna zu lernen. Im Moorerlebnispfad könnt ihr beim Erholen etwas lernen. 

 

Wenn ihr die längere Runde durchs Moor wählt, dann verlasst ihr zwischenzeitlich den Holzpaneelenweg übers Moor und entdeckt abseits zwei versteckte Highlights:

  • Libellenteich
  • Schneise, angelegt für eine geplante Autobahntrasse in den 1920er Jahren

Der Moorlebnispfad als Naherholungskleinod eignet sich perfekt für einen kurzen Abstecher getreu dem Mottro "raus der Stadt, rein in die Natur".

Wanderung um die Koldinger Seen

Die Koldinger Seen liegen südlich von Hannover, zwischen den Stadtteilen Laatzen und Pattensen und sind Teil des Naturschutzgebiets Leineaue zwischen Ruthe und Koldingen. Wer sich abseits des Großstadtlärms die Füße vertreten möchte, der ist hier genau richtig. Mit dem Auto sind es aus der Innenstadt Hannovers knappe 30 Minuten Fahrtzeit. Abstellen könnt ihr euer Auto auf dem kostenlosen Parkplatz "Koldinger Teiche". Von dort startet auch der Wanderweg, auf dem ihr die Koldinger Seen umrunden könnt. Der "Rundweg um den See" ist 4 km lang und ihr braucht dafür gut eine Stunde. 

 

 

Die Koldinger Seen sind mitunter auch ein Tierschutzgebiet. Daher könnt ihr dort vor allem viele verschiedene Vogelarten beobachten. Entweder direkt vom Ufer aus oder von einem der zwei Aussichtstürme, die sich an den Seen befinden. Kleine Buchten bieten sich für eine Pause an. Es ist fast wie am Meer, es fehlt nur der weiße Sandstrand, Wellen und Meeresrauschen.

Noch ein Tipp: Sonnenuntergang am Maschsee

Ein Tag im "grünen Hannover" lässt sich man besten bei einem Sonnenuntergang am Maschsee beenden. Dazu sucht ihr euch ein gemütliches Plätzchen am Ostufer oder mietet gar ein Treetboot, um die untergehenden Sonne in voller Pracht genießen zu können.

 

Sonnenuntergang Maschsee Hannover
Romantik pur - Sonnenuntergang am Maschsee

LESETIPP
Wie " ein perfekter Tag in Hannover" voller Abwechslung (Sigehtseeing, Kulinarik & Aktivitäten) noch aussehen könnte, das verrät euch Claudia von weltreize auf ihrem Blog.

Nachhaltig, regional, gemütlich: Cafés im Grünen

Auch wichtig beim Sightseeing im grünen Hannover: genug kulinarische Pausen machen! Passend dazu hier eine kleine Liste meiner Favoriten:

  • Teestübchen: Innenstadt, Gartenatmosphäre, Snacks und es dreht sich alles um Tee!
  • Loretta's: zwischen Maschpark und Maschsee, Restaurant mit Biergartenatmosphäre
  • Machwitz Kaffee: Innenstadt, Kaffeetradition seit 1883, perfekt für einen Kuchen-Stopp
  • lieb.es: Nordstadt, regionale & gesunde Küche, Top-Adresse zum Lunch auf dem Engelbosteler Damm
  • 24grad Café & Kaffeerösterei: Nordstadt, ein Muss für jeden Kaffee-Junkie
  • Lister Turm Biergarten: List, bei der Eilenriede, einer der schönsten Biergärten in Hannover
  • zurück zum glück: Zooviertel, abwechslungsreiche Kreationen aus Lebensmitteln regionaler Herkunft, zu jeder Tageszeit empfehlenswert (Frühstück, Lunch, Diner)
Hannover Café Teestübchen
Gemütliche grüne Oase in der Innenstadt: Das "Teestübchen"

Hotel Tipp Hannover: Urbanes Freiheitsgefühl im "me and all"

Schon von außen ein wunderschönes Gebäude, ist das me and all-Hotel am Aegidientorplatz in Hannover vor allem innen eine Augenweide. Mit dem ersten Schritt die Treppe hinauf zum offenen Empfangs-, Lounge- und Restaurantbereich fühlt man sich willkommen und wie "zu Hause". Und genau das möchte das me and all sein, ein Ort für Heimatgefühle, ein Wohnzimmer, das seine Gäste erdet. Ich habe mich in diesem super stylischen, modernen und gemütlichen Cityhotel sofort wohl gefühlt.

 

Das me and all-Hotel überzeugt aber nicht nur mit Design und heimeliger Atmosphäre, sondern auch mit regionalen und nachhaltigen Angeboten. Beim Frühstücksbuffet findet ihr zahlreiche gesunde und regionale Produkte (und bald auch selbst produzierten Honig - der Bienenkasten befindet sich direkt am Hotel). Der Kaffee kommt von der in Hannover ansässigen Kaffeemanufaktur, es stehen euch kostenlos Leihfahrräder zur Verfügung und mit Bargeld kommt ihr nicht weit, es wird alles kontaktlos - also mit Bankkarte - bezahlt.

 

 

165 geräumige Standard- und Superior-Zimmer sind auf sechs Stockwerken verteilt. Natürlich lassen auch die Hotelzimmer das Design-Herz höher schlagen. Aber auch das Gemütlichkeits-Herz. In den Boxspringbetten lässt es sich super gut schlafen und mit den zahlreichen weichen Kissen lässt sich das Bett im Handumdrehen zu einem Sofa verwandeln. Da steht dem Serien- oder Fernsehabend nichts mehr im Weg. Denn es gibt AirPlay & Screen Mirroring für Netflix und Amazon Instant Video und super schnelles Glasfaser High-Speed WLAN. 

 

Wusstet ihr, dass Hannover UNESCO City of Music ist? Ich auch nicht bis zu meinem Besuch in der Stadt und vor allem im me and all. Denn dort begegnet euch an jeder Ecke das Musik-Thema. In den Hotelzimmern hängen über den Betten große Schallplatten auf Leinwand. Wer genauer hinschaut, entdeckt, dass die verewigten Interpreten allesamt aus Hannover kommen: Scorpions, Mousse T. und Fury and the Slaughterhouse.

 

 

Nach einem langen Sightseeing-Tag empfehle ich euch fürs Abendessen Mamas Tapas. Diese werden von Montags bis Samstag in der Zeit zwischen 18 und 22 Uhr im me and all-Restaurant für euch frisch und zubereitet. Zum gemütlichen Ausklang des Tages wechselt ihr dann in den Lounge-Bereich. Mein absoluter Lieblingsplatz war dort in der Fensterbank, mit einem Glas Wein und dem Blick raus ins abendliche Hannover, um meine Eindrücke des Tages Revue passieren zu lassen. 

 


Offenlegung
Dieser Beitrag entstand im Auftrag von der Hannover Marketing und Tourismus GmbH.  Vielen Dank ans me & all für die Einladung zur Übernachtung und an Rebecca von hannovererleben für die tolle Radtour. Meine persönliche Meinung bleibt davon unbeeinflusst, schließlich geht es auf auf Ria on Tour um authentische Reiseberichte.


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Moin, ich bin Ria - Bloggerin und Reiseholic! Ich liebe Hamburg, aber ich liebe es auch, die Welt zu entdecken! Mein Fernweh stille ich bei Roadtrips und Städtereisen. Dabei bin ich gern abseits der Touristenpfade unterwegs und entdecke leidenschaftlich gern Second Cities. Ich plane meine Reisen selbst und daher findet ihr auf meinem Blog umfangreiche Tipps zum individuellen Reisen. Mehr zu meinem Blog & mir gibt's HIER



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