So schön ist Panama: Highlights & Tipps von Reisebloggern

Wer kennt es nicht, das bekannte Kinderbuch von Janosch: "Oh, wie schön ist Panama"?! Auch ich hab als Kind dieser Geschichte gern gelauscht. Damals wusste ich noch nicht, dass ich mich tatsächlich eines Tages auf die Reise nach Panama machen werde, um mir selbst ein Bild von diesem zentralamerikanischen Land zu machen. Im März/April 2020 geht's los!

 

Die Karibik ist mir jedoch nicht fremd. So war ich schon in Kuba und auf Aruba & Curaçao. Panama wird da sicherlich nochmal etwas anders. Es ist keine karibische Insel, sondern Festland. Karibikfeeling kommt aber sicherlich auch in Panama auf. Denn das Land hat sowohl eine Küste am Pazifik als auch am Atlantik. Zwischen diesen beiden Weltmeeren liegt ein Land, von dem ich vor meiner Reise nicht viel mehr weiß, als dass dort eine der bekanntesten Straßen der Welt - die Panamericana - durchführt, die Chiquita Bananen von dort kommen und man dort richtig guten und leckeren Kaffee und Kakao trinken kann.

 

Panama Highlights Tipps
Oh, wie schön ist Panama!

 

Und wie das vor jeder Reise so ist, geht's nach der Flugbuchung an die Reiseplanung. Reiseführer werden gewälzt und das Internet nach hilfreichen Informationen durchforstet. Aber die besten Tipps bekommt man von denen, die schon einmal in Panama waren. Daher habe ich einige Reiseblogger nach ihren Highlights, Geheimtipps und Lieblingsorten in Panama gefragt. Herausgekommen ist diese hilfreiche Übersicht. Es geht über Panama-Stadt, die Inselparadiese Bocas del Toro und San Blas Inseln bis hin zu kulturellen Erlebnissen, die man nicht verpassen sollte. Und der weltbekannte Panamakanal darf dabei natürlich auch nicht fehlen.

 


Highlights und Tipps zu Panama Stadt

Highlights und Tipps zum Inselparadies Bocas del Toro

Highlights und Tipps zu den San Blas Inseln

Highlights und Tipps zum Panamakanal

Highlights und Tipps zu kulturellen Erlebnissen in Panama


Panama Highlight: Sightseeing in Panama-Stadt

An Panama-Stadt kommt kein Tourist vorbei. Flüge aus Europa landen dort auf dem internationalen Flughafen. Ob man sich direkt in den Trubel der Millionenstadt stürzt oder erst einmal "Reißaus" nimmt und das Land erkundet, das bleibt einem selbst überlassen. Aber eines ist sicher: die spanische-amerikanische Landeshauptstadt - die kurz und bündig nur Panamá gennant wird - sollte man sich auf jeden Fall auf einer Panama-Reise anschauen. Es ist das kulturelle, politische und ökonomische Zentrum des Landes. Der Mix aus Villen, Wolkenkratzern, grünen Hügeln, breiten Straßen und Ozeanriesen, die auf ihre Durchfahrt des Panamakanals warten, bilden einen faszinierende Ort für jeden Besucher. 

 

Panama City: Stadt der Gegensätze

Auf unseren Weltreise haben wir ein paar Tage in Pamama-Stadt verbracht. Die Hauptstadt Panamas ist ja eines der Drehkreuze von Süd- und Mittelamerika und für viele das Eintrittstor in diese Länder. Sie begegnete uns als komplexe Metropole voller Gegensätze: Es gibt die historische, aber heruntergekommene Altstadt. Viele ehemals glanzvolle Kolonialgebäude sind verfallen, es gibt kleine Märkte in den Straßen und Streetart an den Wänden, was mich besonders gefreut hat. Auf der anderen Seite findest du den neuen Stadtteil, modern und voller Wolkenkratzer. Eine Promenade verbindet die beiden. Davor liegt der Pazifik, auf dem wir die großen Pötte beobachten, die gemächlich auf ihren Termin zum Durchfahren des legendären Panama-Kanals warteten. Insgesamt also ein toller Spaziergang, den du dir bei deinem Besuch in Panama-Stadt nicht entgehen lassen solltest.

 

Panama Stadt Skyline
Die eindrucksvolle Skyline von Panama-Stadt

 

Unser Geheimtipp: Templo Bahá’í 

 Aber unser Geheimtipp für die Stadt liegt woanders: auf dem etwas entlegenen Hügel „Cerro Sonsonate“. Dort hast du einen weiten Blick über die Stadt. Doch der Ausblick ist nicht der eigentliche Grund, aus dem wir uns auf den Weg dorthin gemacht haben. Auf ihm thront der Templo Bahá’í. Von diesen außergewöhnlichen Tempeln gibt es weltweit aktuell nur zehn Stück. Sie alle sind außergewöhnlich und architektonisch ganz unterschiedlich. Gemeinsam ist ihnen das Fundament: ein neunzackiger Stern. Neun Eingänge symbolisieren die Offenheit gegenüber den Religionen unserer Welt. In Panama-Stadt wird das Fundament des Tempels von einem parabolischem Dom gekrönt, der - für uns Laien - aussieht wie die obere Hälfte eines Frühstückseis. Aber am besten, du gehst hin und siehst dir das Haus der Andacht der Bahá’í selbst an.

 

Templo Bahá’í Panama Highlight
Panama Geheimtipp von weltreize: Der Templo Bahá’í

MEHR ZUM REISEBLOG "WELTREIZE"
Claudia und Dominik schreiben seit ihrer einjährigen Weltreise auf ihrem Blog weltreize.com über ihre kleinen und großen Abenteuer. Ihr Motto: Die Welt beginnt vor der eigenen Haustür. Auf ihren Aktiv-, Erlebnis- und Städtereisen lieben sie es, neue Dinge auszuprobieren und mit ein bisschen Angst im Nacken die Komfortzone zu verlassen.

Panama-Stadt: Altstadt und Ausflug in den nahen Regenwald

Mich hat es inzwischen schon zwei Mal nach Panama gezogen. Nicht nur wegen des Panama-Kanals, der faszinierend ist, sondern auch wegen des Lebens daneben.

 

Das erste Mal habe ich ein paar Tage im Regenwald, ganz in der Nähe des Kanals gewohnt. Der durch den Bau des Kanals entstandene Gatun-See beherbergt die verschiedensten Tiere. Morgens, gerade mit dem Sonnenaufgang von dem unglaublich lauten Schreien der Brüllaffen geweckt zu werden, ist einfach großartig! Ein Besuch beim indigenen Volk der Embera zeigt, wie sie ihr traditionelles Leben mit dem modernen Leben verquicken müssen. Ein nicht ganz einfacher Spagat, den die Bevölkerung jeden Tag leisten muss und trotzdem bleiben sie in ihrem Dorf und versuchen, ihre Kultur so gut es geht beizubehalten.

 

In Panama City kommt natürlich keiner um den Besuch des alten Stadtzentrums herum, dem Casco Viejo. Hier tummeln sich die Touristen in kleinen Bars und Geschäften und bestaunen die schon restaurierten Häuser. 

Aber es gibt noch einen weit älteren Bereich von Panama. Er liegt ein bisschen außerhalb des Zentrums. Es ist Panama Viejo, dort wo alles mit einer Handvoll Spaniern und Missionaren begann. Viele Sklaven wurden hier zum Bau der Häuser und der Kirche gebraucht. Jetzt ist vieles verfallen. Eine Geierpopulation fühlt sich hier recht wohl. Ein neues Museum zeigt sehr anschaulich, wann und wie alles begann. Kleiner Tipp: möglichst früh dort sein, dann ist das Museum noch leer und es ist noch nicht so heiß, wenn man durch die Ruinen läuft.

 

Panama Stadt Altstadt
Diese Ruinen gibt es in der Altstadt von Panama City zu bewundern (© gabrielaaufreisen.de)

MEHR ZUM REISEBLOG "GABRIELA AUF REISEN"
Gabriele Kern schreibt seit Jahren an ihrem Reiseblog gabrielaaufreisen.de. Sie bloggt über ihre weltweiten Reisen, die sie nicht nur privat mit ihrem Mann unternimmt, sondern auch als Reisebegleitung von Kundengruppen. Sie hat inzwischen mehr als 85 Länder besucht und war auf allen Kontinenten.


Panama Highlight: Inselparadies Bocas del Toro

Panama hat den Vorteil, zwischen zwei Weltmeeren zu liegen. Die Pazifikküste im Westen ist etwas rauher und versprüht nicht so viel Karibik-Flair wie ihr Gegenüber, die Atlantikküste. Dort vor der Küste, im Karibischen Meer, liegen die traumhaft schönen Inselparadiese Panamas: Bocas del Toro und die San Blas-Insel.

 

Bocas del Toro ist eine Provinz im Nordwesten Panamas. Geprägt ist diese Region durch eine schmale Küstenebene, steile Berghänge und eben 259 Inseln. Davon sind 59 bewohnt, die restlichen Inseln sind u.a. nur kleine Sandinseln mit Mangroven und wenigen Palmen darauf. Auf der Isla Colón befindet sich die Provinzhauptstadt, die ebenfalls Bocas del Toro heißt. Ganz schön verwirrend. Aber allemal eine Reise wert.

 

Unterkunftstipp für Bocas del Toro

Mein Lieblingsplatz in Panama auf den Bocas del Toro ist das Guesthouse Casa Acuario auf der kleinen Insel Carenero. Allein die Anreise mit dem Speedboot vom Festland zur Hauptinsel und dann weiter mit einem kleinen Taxi-Boot ist schon abenteuerlich. Das Guesthouse ist auf Stelzen ins Wasser hinein gebaut, es gibt überall Hängematten zum Träumen mit Blick aufs Meer und die süßen Kolibris drehen am Frühstückstisch ihre Runde - oh wie schön ist doch Panama!

 

Panama Highlights Guesthouse Bocas del Toro
Oh wie schön ist Panama: Das Guesthouse Casa Acuario (© Lieblingsspot)

MEHR ZUM REISEBLOG "LIEBLINGSSPOT"
Tanja ist gelernte Reiseverkehrskauffrau, Social Media Managerin und Weltenbummlerin aus Leidenschaft! Sie versucht das „Angekommen sein“ mit Haus und Kindern und das „immer wieder los wollen“ miteinander zu vereinen und dabei glücklich zu sein! Auf ihrem Blog lieblingsspot.de dreht sich also alles um ihre Lieblingsplätze mit dem gewissen Etwas und um das Reisen mit Kids individuell und mit Stil!

Bocas del Toro - einmal ins Paradies bitte!

Nach dem Grenzübertritt von Costa Rica lebte ich noch nach dem Prinzip Hoffnung. Almirante, also die Stadt mit dem Bootsanleger, war nicht sehr einladend... Mit jedem Meter auf dem Wasser aus der Bucht hinaus stieg die Vorfreude und es wurde schöner. Kaum auf der Hauptinsel Isla Colón angekommen war ich "spontanverliebt" und bin es bis heute!

Angekommen im Paradies! Unser B&B lag nur 10 Meter vom Strand entfernt & hatte Hängematten auf der Terrasse. 

 

Autos gibt es nur auf der Hauptinsel Isla Colón. Zwischen den Inseln bringen euch die "Lonchas", die Wassertaxis, hin und her. Hauptfortbewegungsmittel sind eure Füße! Wer seefest ist, für den gibt es hier viel Paradiesisches zu entdecken. 

 

Bocas Town, auf der Isla Colón, empfängt euch mit seinen typischen Stelzenhäusern und bietet auch kulinarisch den ein oder anderen Leckerbissen. "Starfish Beach" (Playa Estrella) ist super zum Schnorcheln und Relaxen und via Bus oder Boot einfach zu erreichen. Wer es etwas wilder mag, der fährt zur "Playa Bluff". Ihr steht auf Piraten und wolltet schon immer mal eurer Mahl im Pool am Tisch genießen? Ab zu Skully's! Aber Vorsicht dem, der süßes Blut hat.

 

Isla Zapatilla Panama
Isla Zapatilla (© LittleBigVoyager)

 

Isla Carenero ist die dichteste Insel und perfekt für einen Strandtag geeignet. Außer ein paar Golfcars gibt es keinen Verkehr. Hier stehen Palmenstrände und das türkisblaue Wasser im Vordergrund. 

 

Isla Caranero Panama
Da leuchtet nicht nur die Sonne: Isla Caranero (© LittleBigVoyager)

 

Basti, eigentlich Bastimentos, ist überwiegenden ein Naturpark. Der berühmte "Red Frog Beach" ist hier zu finden, aber es gibt noch einen fast menschenleeren Strand. Hat man sich einmal durch dir Hitze zur "Organic Cacao Farm - Up in the Hill" hinaufbemüht und einen super leckeren "echten" kalten Kakao genossen, kann man von dort durch den "Busch" zum "Wizzard Beach". Abgelegen, unberührt, traumhafte Wellen und fast menschenleer, genial - aber bitte genug Wasser und Proviant einpacken!

 

Ihr braucht noch mehr Karibik, um den Robinson Crusoe in euch zu befriedigen? Dann bucht euch eine individuelle Inselhoppingtour Richtung Isla Zapatilla! Durch die Mangroven und die "Delfin Bucht", vorbei am satten Grün und dem ein oder anderen Faultier... 

 

Dann wisst ihr, wie das Paradies aussieht!

 

Starfish Beach Panama
In der Nähe des Starfish Beach (© LittleBigVoyager)

MEHR ZUM REISEBLOG "LITTLEBIGVOYAGER"
LittleBigVoyager, ist der Reiseblog für die ganze Familie. Mit Leben befüllt, von Ulrike Jeute, hoffnungslose Optimistin, reiseverrückt und seit knapp 9 Jahren meistens mit Kind und Kegel unterwegs. Auf dem Blog LittleBigVoyager schreibt Ulrike über ihre Reisen in weite Fernen und um´s Eck! Sie entdeckt die Welt und ihr neues, altes Zuhause Deutschland und lässt euch daran teilhaben. Sie gibt Tipps und macht euch Mut, damit ihr es ihr und ihrer Familie gerne nachtut! Manchmal ist Ulrike auch abtrünnig solo oder zu zweit unterwegs. ABER eins wird immer gleich sein: authentisch, ehrlich, unzensiert, denn so ist sie eben auch!


Panama Highlight: San Blas-Inseln

Die San Blas-Inseln liegen, wie auch Bocas del Toro, im Karibischen Meer vor der Ostküste Panamas. Es ist ein Inselparadies aus 365 einzelnen, kleinen Inseln. Die meisten davon sind unbewohnt. Die Besonderheit der San Blas-Inseln ist, dass diese die Heimat der Guanas ist, die autonom über ihr Land bestimmen. Wer dort touristische Infrastruktur sucht, der wird eines Besseren belehrt. Die San Blas-Inseln sind ein Ort, wo die Unterwasserwelt noch intakt ist und man wirklich einmal "runter kommen" kann.

 

Das (fast) unberührte Paradies Panamas

Mein Highlight in Panama waren die San Blas Inseln. Dort habe ich es gefunden: Mein Paradies. Kleine Inseln mit weißen Sandstränden, einfache Hütten am Strand, schattenspendende Palmen und türkisblaues Wasser. Touristen sind auf den Inseln zwar willkommen, finden jedoch eine naturbelassene Umgebung fernab von jeglichem Luxus vor. Doch genau das ist es, was die Inseln so reizvoll macht. Geschlafen wird in simplen Holzhütten oder in Zelten. Gegessen wird, was das Meer hergibt und die dort heimischen Kuna-Indianer gerade im Kochtopf haben. Den Rest des Tages verbringt man mit schwimmen, schnorcheln oder mit trägem Nichtstun, weit entfernt von WLAN & Co.

 

San Blas Inseln Panama
Türkisblaues Wasser, weißer Sandstrand und Palmen: die paradiesischen San Blas Inseln (© Geckofootsteps)

 

Die San Blas Inseln liegen im Osten von Panama und sind von Panama City innerhalb von etwa zweieinhalb bis drei Stunden zu erreichen. Die Inseln gehören zum autonomen Guna Yala Gebiet und werden von den dort lebenden Indianern verwaltet. Touren zu den Inseln könnt ihr relativ spontan in Panama City buchen.

 

San Blas Inseln Panama
San Blas Inseln: Da ist die Welt noch in Ordnung (© Geckofootsteps)

MEHR ZUM REISEBLOG "GECKOFOOTSTEPS"
Sabine betreibt den Blog geckofootsteps.de, auf dem ihr viele Inspirationen rund um das Reisen findet. Ein Fokus liegt auf Trips mit Kind und Familie. Ab und zu verschlägt es Sabine jedoch auch alleine in die Ferne.


Panama Highlight: Der Panamakanal

Es ist eines der beeindruckendsten Bauwerke der Welt, der Panamakanal. Die 82 km lange, künstlich erschaffene, Wasserstraße, die Panama durchquert, bietet den Ozeanriesen eine direkt Verbindung zwischen Atlantik und Pazifik. Den Panamakanal kann man auf unterschiedlichste Weise besuchen. Sei es bei einer Überquerung der drei Brücken, dem Besuch einer der beiden Schleusenanlagen oder bei einer Teildurchquerung auf einem Boot.

 

Ein Ausflug auf dem Panamakanal

Eines der herausragendsten Erlebnisse meines ganzen Lebens ist die Fahrt auf dem Panamakanal. Ich bekomme heute noch Gänsehaut, wenn ich daran zurückdenke: Dieses technische Weltwunder gilt zurecht als eines der faszinierendsten Bauprojekte aller Zeiten.

 

Allein die Geschichte des Baus ist spannend, es brauchte mehrere Anläufe, Pleiten der Betreiber, verschiedene Bauplanungen und einen enormen Aufwand; mehr als 20.000 Arbeiter verloren beim Bau des Kanals ihr Leben. Erfolgreich war der Ansatz, die Höhenunterschiede durch eine Kombination aus Schleusen und Stauseen auszugleichen.

 

Die Schiffe werden vom Atlantik her durch die Gatún-Schleusen zu dem aufgestauten Gatúnsee gehoben, fahren in ausgebaggerten Kanälen durch den Gatunsee und den Río Chagres, durchqueren einen Bergrücken (Culebra Cut) und werden durch die Pedro-Miguel- und Miraflores-Schleusen wieder zum Pazifik abgelassen.

 

Panamakanal
High Tech: Ein Schiff im Panamakanal während des Schleusenvorgangs (© Barbaras Spielwiese)

 

Der Panamakanal ist 82 km lang und verbindet den Atlantik mit dem Pazifik. Er erspart die 15.000 km lange Fahrt um Südamerika herum. Im Jahr 2000 bekam Panama die Souveränität über den Kanal; zuvor wurde er durch die USA kontrolliert. Dabei geht es vor allem um Geld; die Durchfahrt kostet eine Menge.

 

Man kann den Panamakanal mit einem Kreuzfahrtschiff oder mit kleineren Ausflugsbooten durchfahren. Enorm sind die Dimensionen; die Mengen an Beton, die hier verwendet wurden, um die Schiffe in den Schleusen herauf- oder herabzuheben. Wichtig für das schnelle Durchfahren durch die Schleusenanlagen sind beidseitig angebrachten Zahnradbahnen. Je nach Größe der Schiffe schleppen mehrere Zahnradlokomotiven, sog. Mulis, die Schiffe durch die Schleusen und stabilisieren sie gegen die Strömungen in der Schleusenkammer.

 

Ich bin mit einem großen und einem kleinen Schiff durchgefahren und fand diese Kombination so faszinierend; die Dimensionen von oben und unten zu erleben, ist einmalig.

 

MEHR ZUM REISEBLOG "BARBARAS SPIELWIESE"
Barbara schreibt auf Barbaras Spielwiese, seit vielen Jahren über Essen und Reisen – verteilt auf zwei Blogs. Das Reiseblog ist ihr Tagebuch für eigene Fernreisen und kurze Ausflüge in der Region. Dort teilt sie ihre eigenen Erlebnisse, Erfahrungsberichte, Informationen, Tipps, Gedanken und Ideen.


Panama Highlight: Unvergessliche kulturelle Erlebnisse

Neben der Millionenmetropole Panama-Stadt und den Inselparadiesen im Karibischen mehr, hat Panama auch eine Menge an kulturellen und kulinarischen Highlights zu bieten. Denn in Panama kann man auch richtig gut wandern, am besten zu einer Kaffeeplantage oder Kakaofarm. Oder man fährt im November nach Panama, um die Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag mitzuerleben.

 

Kaffee und Urwald am Vulkan Baru

Panamas nördlichste Provinz Chririqui sollte bei einer Panamareise nicht fehlen. Das Hochland rund um den höchsten Berg des Landes - Vulkan Baru - bietet einen starken Kontrast zu den tropischen Küsten. Ausgangspunkt für Wanderungen zum Vulkan Baru und im Nationalpark La Amistad ist der Gebirgsort Volcan. Er ist  deutlich unbekannter und weniger touristisch als der Nachbarort Boquete, hat aber dennoch einiges zu bieten.

 

Eines der Highlights von Volcan ist Jansons Coffee Farm. Die schwedische Auswandererfamilie Janson hat sich in den 1920er Jahren bei Volcan niedergelassen und ist mit Bananenanbau und –export zu Geld gekommen – bis Schädlinge die Bananen vernichteten. Seitdem bauen die Jansons Kaffee an. Und zwar nicht irgendeinen Kaffee, sondern eine der besten Sorten der Welt. Der Geisha Kaffee gilt als äußerst robust und rar zugleich.

 

Jansons Coffee Farm Volcan Panama
Ein Besuch auf einer panamaischen Kaffeeplantage ist auch für Kinder ein großer Spaß (© Unterwegs mit Kind)

 

Auf Jansons Coffee Farm lernen wir alles über die Kaffeeproduktion. Mit eigenen Augen und Sinnen erkunden wir den gesamten Prozess von der jungen Kaffeepflanze über die Kaffeeblüte auf der Plantage und die frisch geernteten Früchte, die Trocknung der Kerne und die verschiedenen Arten der Röstung bis zum feinen Getränk in der Tasse mit Blick auf den Vulkan Baru.

 

Panamas höchsten Berg sehen wir auch später bei unserer Kurzwanderung auf einem schönen Urwaldpfad über das Plantagengelände wieder. Im renaturierten Urwald umrunden wir zwei Seen. Zwischen Urwaldriesen und bunten Blumen stehen noch einzelne Bananenpflanzen.

 

MEHR ZUM REISEBLOG "UNTERWEGS MIT KIND"
Angela war mit ihrem Sohn (damals 5) auf ihrer Weltreise allein mit Kind in Panama. Damals ist ihr Blog unterwegsmitkind.com entstanden. Dort gibt die Journalistin regelmäßig Tipps rund ums Reisen (allein) mit Kindern in nah und fern.

Panama Days: Kulturelles Spektakel in Panama-Stadt

Die Straßen voller Menschen, Autos werden umgeleitet. Alle tragen sie aufwendige Kostüme, tanzen, am Straßenrand werden Eis und Würstchen verkauft. Wer Anfang November nach Panama Stadt kommt, kommt aus dem Feiern nicht mehr heraus: Gleich drei Tage lang werden die Panama Days gefeiert.

 

Am 3. November ist Unabhängigkeitstag – 1903 löste sich Panama von Kolumbien und wurde ein eigenständiges Land – Auslöser hierfür war übrigens ein Streit zwischen den USA und Kolumbien um den Panamakanal. Am 4. November wird der Tag der Flagge gefeiert, der 5. November ist schließlich der Separationsbewegung in Colón gewidmet, daher Colón-Tag.

 

Panama Days Panama Stadt
(© Nordkap nach Südkap)

 

Schon am Vorabend des Unabhängigkeitstages ist die Avenida Paseo del Mar gesperrt, denn hier finden später tagelang Paraden und Umzüge statt. Die meisten Wohnhäuser sind rot-weiß-blau – den Nationalfarben – geschmückt.

 

Die Umzüge ziehen täglich an verschiedenen Stellen durch die Stadt, meist morgens bis mittags. Musikgruppen, Schulklassen und Menschen in traditionellen Kleidern laufen und tanzen in den Paraden mit, die auch durch die Altstadt führen – auch hier sind die Gebäude geschmückt.

 

Wer gerne normales Sightseeing in der Altstadt machen möchte, sollte Panama Stadt Anfang November allerdings meiden: Viele Ecken sind gesperrt, weil sich dort die Gruppen auf die Parade vorbereiten. Auch Straßenüberquerungen sind an vielen Stellen wegen des Umzugs nicht möglich.

 

Panama Days Panama Stadt
(© Nordkap nach Südkap)

MEHR ZUM REISEBLOG "NORDKAP NACH SÜDKAP"
Miriam bloggt unter Nordkap nach Südkap – wie der Name schon sagt - hauptsächlich aus Norwegen und dem hohen Norden sowie dem südlichen Afrika. Ob Löwen- oder Nordlichter-Safari, sie nimmt euch mit zu ihren Lieblingsorten und teilt ihre Magical Moments mit euch.


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Kommentare: 2
  • #1

    Ulli (Dienstag, 25 Februar 2020 09:07)

    AHHHH da bekommt ich sofort wieder Fernweh. Jedes Mal, wenn ich die Bilder sehe und bei anderen Neues entdecke, packt mich die Sehnsucht. Dir viel Spaß!

  • #2

    Barbara (Samstag, 15 August 2020 16:02)

    Hallo Ria,
    ich war mir sicher, ich hätte hier kommentiert, aber vielleicht hat der Spamfilter den Kommentar gefressen.
    Wenn ich die vielen Ideen und Tipps lese und die super Fotos anschaue, bekomme ich richtig Lust, mir Panama einmal länger anzuschauen. Danke für den schönen Roundup!
    Liebe Grüße
    Barbara