Wasserfälle: Meine Highlights in Europa

Skogarfoss
Skogarfoss

Wer mich kennt, der weiß: eine Reise ohne Wasserfall ist ein absolutes No-Go für mich. Also informiere ich mich schon im Vorfeld eines Trips ganz genau, wo es Wasserfälle in Zielland gibt und welche die schönsten sind. Drum herum wird dann die restliche Reise geplant. Klingt in der Theorie ganz einfach und ist es in der Praxis auch. Das hab ich in letzter Zeit gleich mehrmals erprobt. Ich hoffe, nicht zum Leidwesen meiner travel buddies...aber sie sind bisher immer ganz brav mit zu den Wasserfällen gekommen, haben auch zum x-ten Mal angehalten und mich diese Naturschauspiele bestaunen und fotografieren lassen.


 

Da nicht nur meine Liebe für Wasserfälle in den letzten Jahren entstand, sondern auch die zu Roadtrips durch Länder mit eindrucksvoller Natur, kann ich ganz wunderbar diese beiden Leidenschaften miteinander kombinieren! Inspiriert von Travelbooks weltweiter Auflistung, gibt's für euch hier jetzt meine ganz persönliche Highlight-Liste der beeindruckendsten Wasserfälle - aber mit Fokus auf Europa. 

 

1. Island: Gulfoss, Seljalandsfoss & Skogarfoss


Was soll ich sagen? Ich bin verliebt in Island! Aber nicht nur wegen der zahlreichen Wasserfälle, die es dort an jeder Ecke zu entdecken gibt. Auch wegen der unbeschreiblich schönen Landschaft und atemberaubenden Natur. Ich kam bei meinem Roadtrip aus dem Staunen gar nicht mehr heraus....egal, wo man auch hinsah, es gab jede Minute etwas Neues zu sehen. 

 

Aber jetzt genug vom Schwärmen über das Land der Feen und Elfen. Wasserfälle. Das ist ja das Thema. Und davon gibt es mehr als genug auf Island. Groß und klein, schmal und breit, mit wenig und viel Wasser. Ich konnte mich einfach nicht entscheiden, deshalb gibt's eine Top 3: Gulfoss, Seljalandsfoss und Skogarfoss!

 

Vorweg: Alle drei Wasserfälle sind Touristenattraktionen, aber dennoch auf jeden Fall einen Besuch wert. Die meisten Touristen kommen zum Gulfoss. Der Grund: dieser Wasserfall ist mit einer Tagestour aus Reykjavik zu erreichen und gehört zum so genannten Golden Circle. Also am besten nicht am Wochenende dorthin. Der Gulfoss besteht aus zwei Stufen, die eine ist 11m und und die andere 21m hoch, von der es dann in eine 70m tiefe Schlucht geht. Einfach beeindruckend, diese Wassermassen!

Ein Mal hinter einem Wasserfall langgehen? Kein Problem! Der Seljalandsfoss macht's möglich. Dieser Wasserfall liegt im Süden der Insel, direkt an der Ringstraße. Perfekt also für einen kleinen Stopp, wenn man mit dem Auto unterwegs ist. Und man wird wirklich auch nicht nass!

 

Last but not least: der Skogarfoss. Besonders gut geeignet für Camping- und Wander-Fans. Denn am Fuße des 60m hohen und im Süden gelegenen Wasserfalls gibt es einen kleinen Campingplatz. Nachts mit dem Rauschen des Wassers einschlafen - einfach unbezahlbar. Und hat man erstmal die vielen Stufen neben dem Wasserfall hinauf geschafft, wird man mit einem grandiosen Ausblick auf die weitläufige Natur belohnt und kann in der Ferne auch den Eyjafjallajökull sehen. Also am besten ein bisschen Zeit für den Stopp am Skogarfoss einplanen und oben am Flusslauf entlang spazieren.

 

Gulfoss
Gulfoss
Seljalandsfoss
Seljalandsfoss
Skogarfoss
Skogarfoss

2. Kroatien: in den Nationalparks Krka und Plitvicer Seen


Auch bei Kroatien kann ich mich nicht entscheiden: Sind die Wasserfälle im Nationalpark Krka oder im Nationalpark Plitvicer Seen schöner? In Krka hat man das unvergessliche Erlebnis, am Wasserfall baden zu können, die Plitvicer Seen überzeugen vor allem mit unbeschreiblicher Natur. Also am besten beide Nationalparks und ihre Wasserfälle besuchen - dann hat man das große Gesamtpaket!

 

Krka liegt zwischen Zadar und Split im Westen Kroatiens. Ein toller Platz für ein bisschen Entspannung zwischen dem Sightseeing in den beiden Städten. Der Vorteil für Krka gegenüber den Plitvicer Seen: Krka nicht sooo überlaufen (außer am Wochenende), aber ganz ohne Touristen kommt man auch dort nicht aus. Es gibt in Krka mehrere Eingänge in den Nationalpark. Wer mal gerne am Wasserfall schwimmen möchte, nimmt den Eingang im Süden. Leider muss man dieses unvergessliche Erlebnis mit vielen anderen teilen, aber es ist es dennoch wert. Mein Tipp für Krka: Fährt man etwas weiter nördlich in den Nationalpark hinein und nutzt den Eingang Laskovica, dann ist man fast allein in dieser wundervollen Umgebung von Bergen, kleinen Wasserfällen & Flussläufen!

Der Nationalpark Plitvicer Seen ist der älteste in Südosteuropa (seit 1949) und liegt im Landesinneren Kroatiens. Wie bereits gesagt, es ist eine Touristenattraktion und so ganz allein kann man die schöne Natur nicht genießen. Direkt zur Hauptattraktion, dem Veliki Slap (Großer Wasserfall), kommt man von Eingang 1 im Norden. Mein Tipp: mehr Zeit einplanen und den gesamten Tag dort verbringen. Denn hat man erstmal den großen Wasserfall hinter sich gelassen und wandert stromaufwärts bis zum Prošćansko jezero (Gestrüp-See), verläuft es sich ganz gut und die Touristenmassen fallen gar nicht mehr so auf. Ab jetzt kann man die tolle Seenlandschaft auf jeden Fall genießen und die vielen weiteren, kleinen Wasserfälle entlang des Weges bestaunen.

3. Estland: Keila-Wasserfall


Estland - ein zu Unrecht unterschätztes Reiseland. Ein absolutes Muss für Naturliebhaber. Selbst in der Hauptsaison im Sommer ist man fast überall allein. Unweit von Tallinn (was an sich schon einen Besuch wert ist) befindet sich der Keila-Wasserfall. Er ist mit seinen 6m Höhe und 50m Breite auf den ersten Blick nicht besonders imposant. Aber ist man erstmal dort, sieht diesen kleinen Wasserfall inmitten wunderschöner Natur, dann ist man verliebt.

4. Madeira: Wanderung zum Risco-Wasserfall


Risco Wasserfall
Risco Wasserfall
Risco Wasserfall
Risco Wasserfall

Madeira ist mit ihrem vulkanischen Ursprung quasi wie gemacht für Wasserfälle. Ob an den Steilküsten oder im Landesinneren bei Wanderungen in den Bergen, überall entdeckt man kleinere, oder auch mal größere, Wasserfälle.

Der Weg ist das Ziel. Den 100m hohen Risco-Wasserfall erreicht man nach einer kurzen Wanderung, bei der man sich wie im Märchenwald fühlt. Kleine Bachläufe, Bäume, die den Weg überwachsen, Verästelungen...Ebenso schön wie der Weg dorthin ist aber auch der Wasserfall selbst. Ich war Anfang Januar dort und konnte diesen magischen Ort ohne Touris genießen.


Brautschleier-Wasserfall
Brautschleier-Wasserfall

Hohe Steilküsten so weit das Auge reicht. Perfekt also für das Wasser, sich per Wasserfall einen Weg ins Meer zu bahnen. Es gibt unzählig viele davon, aber einen fand ich ganz besonders schön: der Brautschleier-Wasserfall (Veu da Noiva) an der Westküste in der Nähe des Ortes Seixal. Aber nicht nur der Wasserfall ist beeindruckend, auch der Weg dorthin ist der Hammer. Die schmale Küstenstraße ist eine Einbahnstraße und ab und zu auch noch urig, heißt: unbefestigt, aber es ist dennoch alles sicher. Während der Fahrt zum Brautschleier-Wasserfall schlägt das Herz eines jeden Wasserfall-Fans höher, denn man fährt durch viele Wasserfälle, die einfach so auf die Straße plätschern. Es ist ein einmaliges Erlebnis und man wird am Ende mit diesem tollen Blick (rechts) belohnt.


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Kommentare: 2
  • #1

    Lisa (Montag, 31 Oktober 2016 14:03)

    Auch hier sind deine Bilder phänomenal. Alex als Fotograf will auch immer zu den Wasserfällen. In Brasilien peilen wir deswegen Foz do Iguacu an. Ich war dort schon mal und habe an den Wasserfällen zwei Tage verbracht. Phänomenal, was da so alles runterstürzt. Vielleicht solltest du mal nach Norwegen, dort plätschert es ähnlich wie in Island überall.

  • #2

    Caro (Donnerstag, 30 März 2017 15:33)

    Hey Ria :)

    Na, da haben wir wohl schon mal eine gemeinsame Leidenschaft!
    Wenn ich in der Natur unterwegs bin, gibt es nichts, das mich so sehr anzieht wie Wasserfälle! Für unseren Schottland-Roadtrip habe ich auch bereits gegooglet :D

    Schöne Grüße,
    Caro